Berlin im Film-Fieber

08.02.2018

385 Filme in zehn Tagen und eine halbe Million Filmbegeisterte: Am 15. Februar startet die 68. Berlinale. Dieses Jahr sind 19 Filme im Wettbewerb um einen der begehrten Goldenen und Silbernen Bären, darunter vier deutsche Produktionen.

Die Berlinale ist mit mehr als 500.000 Kinobesucherinnen und -besuchern das größte Publikumsfilmfestival der Welt. Zum ersten Mal eröffnet sie mit einem Animationsfilm: Der amerikanische Filmemacher Wes Anderson feiert mit "Isle of Dogs" Weltpremiere. Für "Grand Budapest Hotel" war Anderson 2015 mit vier Oscars und 2014 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet worden.

Erwartet werden unter anderem die Schauspieler Bill Muray, Tilda Swinton und Isabelle Huppert. Gerechnet wird auch mit dem britischen Singer-Songwriter Ed Sheeran. Im Dokumentarfilm "Songwriter" von Murray Cummings gewährt er Einblick in seine Lebens-, Arbeits- und Gefühlswelt.

Vier deutsche Beiträge im Rennen

Gezeigt werden insgesamt 385 Filme. In unterschiedlichen Kategorien können Besucher den Blick der Filmschaffenden auf die Welt erfahren. Dieses Jahr treten 19 Filme im Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären gegeneinander an. Vier davon sind aus Deutschland.

In seinem Flüchtlingsfilm "Transit" erzählt Christian Petzold die Geschichte eines Exilschriftstellers auf der Flucht vor der deutschen Wehrmacht. Vorlage ist ein Roman von Anna Seghers. In "3 Tage in Quiberon" porträtiert Emily Atef Romy Schneider bei ihrem Aufenthalt in der Bretagne. Im Wettbewerb starten auch das Liebesdrama "In den Gängen" von Thomas Stuber und "Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot" von Phillip Gröning.

Ehrenbär für Willem Dafoe

Welche Filme am 24. Februar im Berlinale Palast ausgezeichnet werden, entscheidet eine internationale Jury unter dem Vorsitz von Regisseur Tom Tykwer. Mit Willem Dafoe steht ein Preisträger bereits fest. Der amerikanische Schauspieler wird für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Ehrenbären geehrt.

Der Schauspieler, der mit den besten Regisseuren der Welt zusammengearbeitet hat, war mehrfach im Berlinale-Wettbewerb vertreten. Auch nahm er bereits als Gast der Internationalen Jury am Festival teil.

Auch unter dem Eindruck von #MeToo

In diesem Jahr nimmt das Thema Machtmissbrauch im Filmgeschäft größeren Raum ein. So werden zum Beispiel ZDF-Intendant Thomas Bellut sowie die Schauspielerin und Musikerin Jasmin Tabatabai in einer Podiumsdiskussion darüber sprechen, wie sexuelle Übergriffe verhindert werden können.

Ein Seminar stellt die Initiative "Speak Up!" vor. Sie will denjenigen aus der Filmbranche eine Stimme geben, die sexuell belästigt wurden.

Die Internationalen Filmfestspiele in Berlin werden vom Bund mit rund 7,7 Millionen Euro aus dem Etat der Kulturstaatsministerin gefördert.

© 2018 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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