Kulturelle Zusammenarbeit

Bild vergrößern Basis des deutsch-indischen kulturellen Austauschs ist das bilaterale Kulturabkommen, das im September 1969 in Kraft trat. Seitdem fanden etwa alle drei Jahre deutsch-indische Kulturkonsultationen statt, die die Arbeitsgrundlage für Projekte und Austauschmaßnahmen im Kultur- und Bildungsbereich bilden. Die letzten Kulturkonsultationen fanden im Oktober 2005 statt; die indische Seite ist turnusgemäß an der Reihe, die nächsten Konsultationen zu organisieren.

In Indien gibt es sechs Goethe-Institute, die unter dem Namen "Max Mueller Bhavan (MMB)" – benannt nach dem deutschen Indologen Max Müller - arbeiten. Die Institute leisten Programm-, Sprach- und Informationsarbeit in New Delhi (zugleich Regionalinstitut für Südasien), Kalkutta, Chennai, Bangalore, Mumbai und Pune . Neben der Veranstaltung und Organisation von Kulturprogrammen bildet die Spracharbeit einen wichtigen Schwerpunkt: derzeit nehmen jährlich etwa 12.000 Personen an Deutschkursen der Max Mueller Bhavan teil.

Das Institutsnetzwerk wird ergänzt durch fünf Goethe-Zentren in Ahmedabad, Chandigarh, Coimbatore, Hyderabad und Trivandrum.

Im Rahmen der PASCH-Initiative konnten von GI und ZfA in Indien 53 Schulen für die Einführung von Deutsch als Fremdsprache gewonnen werden. Die Zahl der Deutschschüler an diesen Schulen wird auf 13.000 geschätzt.

Ein indisches Kulturzentrum (Tagore-Zentrum) befindet sich an der Indischen Botschaft in Berlin.

Bild vergrößern Die Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in New Delhi fördert die bilaterale Hochschul- und Forschungskooperation und befasst sich mit Stipendienprogrammen und Studienberatung. Der DAAD bietet in Indien alle regulären Förderprogramme sowie eine Reihe von indienspezifischen, z.T. ko-finanzierten Sonderprogrammen an, u.a. Wissenschaftleraustausch- und projektbezogene Personenaustauschprogramme. Derzeit sind rd. 4.000 (ohne Bildungsinländer) indische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben Die Zahl deutscher Studenten an indischen Hochschuleinrichtungen wird auf etwa 200 geschätzt. 

Seit 2009 fördert der DAAD im Rahmen der Programm-Initiative "A new Passage to India" Studien- und Forschungsaufenthalte nach Indien.

Momentan sind 5 Lektoren (4 Lektorate für Deutsch als Fremdsprache, 1 Fach-Lektor) und 3 DaF-Sprachassistenten in Indien tätig.

Das Südasien-Institut der Universität Heidelberg ist seit 1962 mit einer Außenstelle in New Delhi vertreten und hat eine wichtige Brückenfunktion für Indologen deutscher und indischer Forschungsinstitutionen. 

Bild vergrößern Es gibt in New Delhi eine bis zum Abschluss der 12. Klasse (Deutsche Internationale Abiturprüfung- DIAP) führende anerkannte deutschsprachige Auslandsschule.

Am 31. Mai 2011 wurde durch Bundeskanzlerin Merkel in New Delhi das Deutschlandjahr in Indien "Deutschland und Indien 2011 2012. Unbegrenzte Möglichkeiten" eröffnet. Die Veranstaltungsreihe wird unter dem Oberthema der urbanen Entwicklung bis November 2012 in 13 indischen Metropolen eine umfassende Darstellung Deutschlands als Zukunftspartner Indien anbieten.

Quelle: Auswärtiges Amt

Kulturelle Zusammenarbeit

Sushmita Sen eröffnet Mela

Das Deutschland-Jahr in Indien nähert sich seinem Höhepunkt. Gleich drei deutsch-indische Top-Ereignisse geben sich in den nächsten Tagen die Klinke in die Hand: Den Auftakt macht die Indo-German Urban Mela - ab dem 27. Oktrober werden 16 Pavillions des deutschen Künstlers Markus Heinsdorff im Indraprashta Millenium Park in New Delhi einen Einblick in die Zukunft deutsch-indischer Zusammenarbeit geben - von erneuerbaren Energien bis hin zu Wassermanagement.

Sari meets Dirndl

In Indien werden Dirndl nach alter bayerischer Tradition produziert

In Indien werden Dirndl nach alter bayerischer Tradition produziert. Hierbei wird jedoch kein gewöhnlicher Stoff verwendet, sondern ein sogenanntes Sari-Tuch. Während diverser Indien-Aufenthalte kam drei Studenten die Idee, die bunten farbenfrohen Sari-Stoffe für ein Dirndl zu nutzen.